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Katholische Kirche

Katholische Kirche Kreuth
Katholische Kirche Kreuth
"Mariä Heimsuchung" in Glashütte
"Mariä Heimsuchung" in Glashütte
Kapelle "Zum heiligen Kreuz" in Wildbad Kreuth
Kapelle "Zum heiligen Kreuz" in Wildbad Kreuth

Die politische Gemeinde Kreuth liegt im Erzbistum München und Freising und gehört zum Dekanat Miesbach. Sie teilt sich auf in zwei Pfarrsprengel. Die südlich von Scharling liegenden Ortsteile sowie einige Häuser von Scharling und Leiten gehören zur Pfarrgemeinde St. Leonhard Kreuth. Die nördlichen Ortsteile gehören zur Pfarrei St. Laurentius Egern.

In der Pfarrgemeinde St. Leonhard liegen drei Kirchen: Die Pfarrkirche St. Leonhard im Dorf Kreuth, die Filialkirche "Mariä Heimsuchung" in Glashütte und die Privatkapelle "Zum heiligen Kreuz" in Wildbad Kreuth.

Kreuth und Glashütte haben jeweils eine eigene Kirchenverwaltung. Da sie zu einer Pfarrei gehören, haben sie einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat.

Die Pfarrei St. Leonhard Kreuth ist Teil des Pfarrverbandes Tegernsee-Egern-Kreuth. Leiter des Pfarrverbandes, der seinen Sitz in Tegernsee hat, ist Dekan Walter Waldschütz.

Anschrift:

In Ihren Anliegen wenden Sie sich bitte direkt an das 

Pfarramt Tegernsee
Seestraße 23, 83684 Tegernsee
Telefon: 08022/46 40
Fax: 08022/9 32 36

Internetseite Pfarrverband:

Mehr Informationen zum Pfarrverband, insbesondere zu den Gottesdienstzeiten und zu den Aktivitäten im Pfarrverband finden Sie unter

www.pv-tegernsee-egern-kreuth.de


Die Geschichte der drei Kirchen im Gebiet der Pfarrgemeinde St. Leonhard

Bevor Kreuth 1809 eine eigenständige Pfarrei wurde, war es eine Expositur des Klosters Tegernsee, dessen Abt. Rupert I. von Neuburg-Falkenstein im Jahre 1184 eine steinerne Kapelle in Kreuth erbauen ließ. Diese erste Kirche wurde bereits damals vom Bischof Udalschalk von Augsburg dem heiligen Leonhard geweiht. Der im Landvolk hoch verehrte heilige Leonhard, ursprünglich Fürbitter der Gefangenen, galt nicht nur als Patron der Pferde, sondern auch der Fuhrleute und der Passstraßen in den Bergen.

Die erste Kirche wird im Jahr 1490 wegen Baufälligkeit abgetragen und bis zum Jahr 1491 unter dem Abt Ayrinschmalz vom Kloster Tegernsee im gotischen Stil erbaut und von Weihbischof Ulrich von Salona und Bischof Sixtus von Tannenberg aus Freising wieder dem heiligen Leonhard geweiht.

Dieser Bau von 1491 ist heute nach einigen Veränderungen und Renovierungen (1687 Barockisierung, 1776 Verlängerung der Kirche um 3 Meter, 1864 Regotisierung, 1930 Renovierung, 1955 Umgestaltung des Altarraumes, 1990/91 Renovierung) Pfarrkirche der Pfarrei St. Leonhard Kreuth.

Jedes Jahr am 6. November wird das Fest des Heiligen Leonhard gefeiert. Nach dem Gottesdienst umfahren die geschmückten Pferdewägen mit den Frauen in Tracht dreimal die Kirche und werden dabei gesegnet. Die Kreuther Leonhardifahrt ist die älteste in Bayern und wurde 1442 erstmals urkundlich erwähnt.

Die Kirche "Mariä Heimsuchung" in Glashütte, deren Patrozinium am 2. Juli gefeiert wird, wurde im Jahre 1700 von Bischof Johann Franziskus Eckher von Karpfing geweiht. Abt Bernhard Wenzl vom Kloster Tegernsee stiftete diese Kirche, da sich an dem Ort der klostereigenen Glashütte auch nach deren Schließung Menschen ansiedelten und sich die Notwendigkeit eines Kirchenhauses ergab.

Die Kapelle "Zum heiligen Kreuz" in Wildbad Kreuth steht im Privatbesitz des Herzoglichen Hauses in Bayern. Sie wurde erbaut im Jahre 1706 unter Abt Wenzl vom Kloster Tegernsee, das in Wildbad Kreuth ein Badhaus zur Nutzung der dort vorhandenen Heilquelle unterhielt. Bereits 1696 wurde vom Kloster Tegernsee eine kleine Badkapelle errichtet, die aber durch einen Brand vernichtet wurde. 

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