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Grund- und Mittelschule; Deutschfördermaßnahmen
Beschreibung

Ein Schwerpunkt der Integration von ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern liegt zweifellos im Bildungsbereich. Dort bestehen die unmittelbarsten Einwirkungsmöglichkeiten der Landespolitik. Entsprechend dem Föderalismusprinzip gibt es dabei in den Bundesländern unterschiedliche Bildungsangebote zur Förderung der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Die Schule ist dabei der Ort in der Gesellschaft, in dem Integration in besonderer Weise geleistet werden kann. Mit dem Ansatz der individuellen Förderung sollen die Fähigkeiten und Potentiale aller Kinder und Jugendlichen bestmöglich ausgeschöpft werden. Der Freistaat Bayern hat dabei Schwerpunkte gesetzt: Hauptziel der Förderung der rund 58.000 ausländischen Schülerinnen und Schüler in den bayerischen Grund- und Mittelschulen ist der schnelle und gründliche Erwerb der deutschen Sprache und damit die möglichst reibungslose Integration in Schule, Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, mithin in die Gesellschaft. Der Schwerpunkt liegt auf einer möglichst frühzeitigen und intensiven Sprachförderung, die die schulischen Erfolgschancen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund nachhaltig verbessern soll. Fehlende oder geringe Deutschkenntnisse sind für Schulanfänger und spät einsteigende Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache ein großes Hemmnis für die Integration und den Schulerfolg. Die Deutschfördermaßnahmen wirken dem gezielt entgegen. Die Fördermaßnahmen für Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache beginnen bereits 1,5 Jahre vor der Einschulung in der Kindertageseinrichtung. In den letzten 1,5 Jahren vor der Einschulung können Kinder mit Migrationshintergrund, die sprachliche Defizite haben, welche nicht auf einer Sprachstörung beruhen, den Vorkurs mit einem Umfang von 240 Stunden besuchen. Diese werden zu gleichen Teilen von Erzieher/innen und Lehrkräften erteilt, um den Kindern bei Schuleintritt eine Teilnahme am regulären Unterricht ohne Sprachbarrieren und somit einen erfolgreichen Schulbesuch zu ermöglich.

Diese Sprachförderung wird in der Schule durch den Besuch von Förderklassen und –kursen weitergeführt. Für schulpflichtige Schülerinnen und Schüler werden je nach vorhandenen Deutschkenntnissen  Deutschförderklassen,  Deutschförderkurse und Übergangsklassen angeboten. Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache mit unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Sprachen bereichern den Unterricht und beleben den Schulalltag. An Schulen mit einem hohen Anteil von Schülern und Schülerinnen mit Migrationshintergrund besteht aber auch die Gefahr kultureller und gesellschaftlicher Konflikte. Hier setzt die interkulturelle Erziehung an, die das Kennenlernen der unterschiedlichen Kulturen, gegenseitige Toleranz und Akzeptanz sowie weitergehendes Verständnis im Umgang der Schülerinnen und Schüler miteinander beinhaltet. Im Schuljahr 2014/15 wurden bayernweit Lehrerstunden in einem Gesamtumfang von über 700 Stellen für Deutschfördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund bereitgestellt. Das Budget zur Deutschförderung wird gemäß des gemeldeten Anteils an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund auf die Regierungsbezirke bzw. Schulamtsbezirke verteilt. Dazu kommen 66 Stellen zur Integrationsförderung im Bereich der Grund- und Mittelschulen, die für weitere Maßnahmen der sozialen und sprachlichen Integration verwendet werden. Neben den bisher genannten Deutschfördermaßnahmen, die das Erlernen der deutschen Sprache zum Ziel haben, wird seit dem Schuljahr 2009/10 in allen Jahrgangsstufen der Grund- und Mittelschule die Höchstzahl 25 eingehalten, wenn der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund mehr als 50% beträgt. Dafür wurden im Schuljahr 2014/2015 bayernweit 411 Stellen eingesetzt. Insbesondere große Städte wie München, Nürnberg und Augsburg profitieren von dieser Maßnahme.

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Postanschrift
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