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Rentenabschlag
Beschreibung

Wird eine Altersrente vorzeitig in Anspruch genommen, so wird sie für die gesamte Dauer des Rentenbezuges um einen Abschlag für jeden Monat gemindert, in dem sie vor Erreichen der jeweiligen Altersgrenze bezogen wird.

Der Abschlag beträgt für jeden Monat, in dem die Altersrente vor Erreichen der jeweiligen regulären Altersgrenze gezahlt wird, 0,3 %, höchstens 10,8 %, bei der Altersrente für schwerbehinderte Menschen höchsten 10,8 % und bei der Altersrente für langjährig Versicherte höchstens 14,4 %.

Der Abschlag gilt für die gesamte Laufzeit der Rente, also auch über die Regelaltersgrenze hinaus.

Seit 01.01.2001 erfolgt auch bei der Erziehungsrente, der Erwerbsminderungsrente, der Witwen(r)rente und der Weisenrente bei Beginn dieser Renten eine Rentenminderung um 0,3 % für jeden Monat, in dem die Rente vor Vollendung des 63. Lebensjahres des Versicherten - bei Hinterbliebenenrenten des vollendeten 63. Lebensjahres des Verstorbenen - beansprucht wird, höchstens aber um 10,8 %. (Ab 01.01.2012 wird diese Altersgrenze schrittweise vom 63. auf das 65. Lebensjahr angehoben).

Da für die einzelnen Altersrentenarten verschiedene Anspruchsvoraussetzungen, Altersgrenzen und Vertrauensschutzregelungen gelten, muss für jeden Einzelfall gesondert gesprüft werden, ab wann welche Rentenart jeweils mit welchem Abschlag zusteht. Aus diesem Grund empfiehlt sich für Versicherte, die den Eintritt in den Ruhestand planen wollen, eine rechtzeitige individuelle Beratung durch die Träger der Deutschen Rentenversicherung.

Versicherte, die wegen vorzeitiger Inanspruchnahme einer Altersrente Rentenminderungen hinnehmen müssen, habe ab dem 50. Lebensjahr bis zum Erreichen der für sie geltenden Regelaltersgrenzen die Möglichkeit, diese Einbußen durch zusätzliche Beitragszahlungen ganz oder teilweise auszugleichen.

§§ 36, 37, 77, 187a, 236, 236a, 237, 264c Sozialgesetzbuch VI

Gesetzliche Rentenversicherungsträger

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/

Zuständiges Amt
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