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Schengen-Visum; Beantragung und Verlängerung
Beschreibung

Die Einreise von Nicht-EU-Bürgern nach Deutschland setzt grundsätzlich ein Visum voraus, das von der deutschen Auslandsvertretung (Botschaft, Konsulat) im Herkunftsland ausgestellt wird. Von der Visumpflicht gibt es jedoch Ausnahmen. So können beispielsweise neben den EU-Bürgern auch Staatsangehörige von Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz, aber auch den USA, Australien, Israel, Japan, Kanada, Neuseeland und der Republik Korea unabhängig von der Dauer und dem Zweck des Aufenthalts stets ohne Visum einreisen. Dies gilt auch für Staatsangehörige von Andorra, Brasilien, El Salvador, Honduras, Monaco und San Marino, die keine Erwerbstätigkeit ausüben wollen. Daneben ist für einen Touristenaufenthalt für Staatsangehörige vieler Staaten kein Visum erforderlich. Der Aufenthalt ist in diesen Fällen aber auf höchstens 90 Tagen je Zeitraum von 180 Tagen beschränkt. Eine unmittelbare Verlängerung des Besuchsaufenthalts ist in aller Regel nicht ohne weiteres möglich. Die Erwerbstätigkeit ist während des visumfreien Aufenthalts nicht gestattet.

Eine Staatenliste zur Visumpflicht bzw. -freiheit finden Sie unter "Weiterführende Links".

Für kurzfristige Aufenthalte (z.B. Touristen- oder Besuchsaufenthalte, Geschäftsreise) im Schengen-Gebiet von höchstens 90 Tagen je Zeitraum von 180 Tagen oder für die Durchreise durch das Schengen-Gebiet können sog. "Schengen-Visa" nach den Bestimmungen des Visakodex erteilt werden. Sie gelten dann nicht nur für das Bundesgebiet, sondern für das gesamte Schengengebiet. Sie berechtigen nicht zur Erwerbstätigkeit im Bundesgebiet. Visa für längere Aufenthalte werden als sog. "nationale" Visa erteilt (siehe "Verwandte Themen" – "Nationales Visum; Erteilung und Verlängerung").

Das erforderliche Visum ist im Ausland bei der jeweiligen deutschen Auslandsvertretung zu beantragen. Die deutschen Auslandsvertretungen gehören zum Geschäftsbereich des Auswärtigen Amts.

Nähere Informationen über die Visumspflicht, Visumsfreiheit und das Verfahren, die Schengen-Staaten und den Visakodex erhalten Sie über die Internetseiten des Auswärtigen Amts (siehe "Weiterführende Links"). Grundsätzliche Auskünfte zu den Voraussetzungen des Visumsverfahrens gibt auch die Ausländerbehörde.

 

Bitte beachten Sie:

Die deutsche Auslandsvertretung erteilt Visa entsprechend den geltenden gesetzlichen Regelungen für den beantragten Zeitraum entsprechend den Angaben zum Aufenthaltszweck und zur Aufenthaltsdauer. Eine Visumsverlängerung ist nur möglich, wenn der Ausländer aufgrund des Vorliegens höherer Gewalt oder humanitärer Gründe, daran gehindert ist, das Schengen-Gebiet rechtzeitig zu verlassen oder schwerwiegende persönliche Gründe vorliegen, die eine Verlängerung der Gültigkeitsdauer rechtfertigen. Der Aufenthalt nach Ablauf des Visums ist strafbar! Die "Umwandlung" eines Visums in eine reguläre Aufenthaltserlaubnis (dem Besucher wird z.B. eine Arbeitsstelle angeboten) ist nur in ganz besonderen Ausnahmefällen möglich.

Für die Verlängerung eines Visums während eines Aufenthalts in Deutschland ist die zuständige Ausländerbehörde am Aufenthaltsort des Ausländers zuständig.

Zuständiges Amt
Deutsche Auslandsvertretungen (Botschaften und Konsulate)
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